

Als er 1987 sein Heimatland Australien verließ, wusste Darryn Lyons, dass er in England ein großer Fotoreporter werden wollte, indem er alle wichtigen Nachrichten in den nationalen Zeitungen abdecken würde. Aber sich von ganz unten heraufzuarbeiten ist schwierig, wenn einem nicht durch Zufall der richtige Scoop gelingt. Für ihn kam dieser Scoop im Oktober 1992, als er den Blick von Nurejew vor seiner letzten Show in Paris einfing. Dieses Bild brachte ihm den Sieg in zahlreichen Fotowettbewerben und nicht zuletzt die Auszeichnung zum UK Photographer of the Year. Und es war vielleicht gerade dieser verängstigte Blick Nurejews, der seine ganze Zerbrechlichkeit widerspiegelte, der Lyons zu einem Umdenken bewegte, das sich als erfolgsbringend herausgestellte: die Stars ohne ihre Zustimmung zu fotografieren. Viele meinen, dass die Arbeit des Paparazzo nur für Halsabschneider geeignet ist, aber Lyons verteidigt sich, indem er feststellt, dass die Beziehung zwischen Paparazzo und Berühmtheiten eine Hassliebe ist: sie brauchen einander um zu überleben. Und sicherlich hat ihn auch der finanzielle Anreiz davon überzeugt, die endgültige Entscheidung zu treffen. Nach seinem ersten Wochenende als Paparazzo verkaufte Lyons seine Fotos an 3 Zeitungen und verdiente damit 30.000 Pfund. Seit diesem Zeitpunkt hat er es sich nie mehr anders überlegt.
Video: Interview mit Darryn Lyons von startyourbusinessmag (4 Minuten)
Im selben Jahr, 1992, war Lyons so sehr von seinem neuen Abenteuer überzeugt, dass er Big Pictures gründete, die heute als die weltweit wichtigste Fotoagentur der Promis gilt. Nachdem er Millionen von Pfund verdient hat, hat Lyons jetzt beschlossen, auch seine Leser als Teilzeit-Paparazzi anzuheuern. Für Fotos, Videos oder Notizen von Stars und Promis verspricht er seinen Informanten gutes Geld zu zahlen. Wenn also jemand zufällig George Clooney im Supermarkt trifft, weiß er, wem er die Fotos schicken kann.
Video: Celebrity Lunch First Show von Mr. Paparazzi (4 Minuten)
Zu glauben, dass das Ansehen von Videos auf YouTube der Karriere schaden könnte, ist ganz und gar falsch. Zu mindestens für Ray William Johnson. Als Jurastudent der Columbia University verbrachte er die meiste Zeit damit, sich Viral Videos oder Videobloggers im Internet anzusehen. Daraus ist die Idee entstanden, diese Videos und die Kommentare zusammenzufassen, und so wurde Equals Three (=3) geboren, sein Online-´Programm´, das die meistgesehenen Videos im Internet kommentiert. Er begann damit 2009 und mittlerweile ist sein Kanal innerhalb von nur einem Jahr zu den am meist besuchten geworden. In diesem Jahr hat er alle Rekorde auf YouTube gebrochen, denn er hat insgesamt 4,7 Millionen Abonnenten und mehr als eine Milliarde Besucher.
Video: Ray William Johnson´s first =3 Video (5 Minuten)