

In den USA kennt man den Begriff schon seit den achtziger Jahren: Der Coolhunter ist ein Marketingstratege, der die neuesten Lifestyle-Trends aufspürt. Sein Jagdrevier erstreckt sich über alle gesellschaftlichen Bereiche, von den Medien, über die Mode bis in den Alltag hinein. Er wird "cool" genannt, weil er immer up to date ist. Seine Arbeitsweise ähnelt der soziologischen Feldforschung, er operiert sowohl im virtuellen Raum (websurfing, social networking, Blogs) als auch im sozialen Umfeld verschiedener Jugendkulturen und hält seine Eindrücke auf Fotos oder Videos fest. Dabei folgt er seinem Gespür für verborgene Talente und auffällige Tendenzen, die er als Vorgeschmack auf die anstehenden modischen, sprachlichen, kulturellen oder medialen Neuerungen präsentiert. Als Berufsbild gewinnt das Coolhunting zusehends an Profil, so dass bereits erste Ausbildungszweige entstehen.
www.trendwatching.com/
www.mtvsticky.com/
www.coolhunting.com/
www.futurescoping.com/
www.trendhunter.com/
Video. "I need my Space" - Abschlussarbeit des Masterkurses Coolhunting am Istituto Europeo del Design (IED), Mailand
Der Stylist ist eine Art Regisseur: Er setzt Menschen in Szene und zwar so, dass diese immer im besten Licht erscheinen. Seine Klientel sind die Stars und Sternchen. Das unterscheidet die Aufgaben des Stylisten von denen eines Imageberaters, der nicht zwangsläufig in der Glamourwelt tätig ist. Als Experte für Typen und Trends ist der Stylist für die öffentlichen Auftritte der Promis zuständig, die einem möglichst großem Publikum in (positiver) Erinnerung bleiben sollen.
Video. Eine Top-Stylistin erklärt den Promifaktor.
Kaum ein Unternehmen, sei es im Handwerk oder im Servicebereich, kommt heute noch ohne Retail Management aus, auch wenn verbindliche Richtlinien bisher fehlen. Produkte brauchen individuell angepasste Marketingpläne und -konzepte und einen erfahrenen Geschäftsmann, der sie umzusetzen weiß. Verlangt wird ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Kunden, aber auch Flexibilität und Risikobereitschaft. Ein Schlüsselbegriff des Retail Management ist das Konzept des emotional marketing, mit dem Markenimages entworfen werden, die suggestiv wirken und besseren Umsatz garantieren.
Video. "Ansprechende" Werbung im Londoner Weihnachtsgeschäft.
Im und um das Web herum entstehen ständig neue Berufe. Flexibilität ist hier alles. Als Jobbörsen 2.0 fungieren soziale Netzwerke und Blogs: Jeder zeigt, was er kann und die Unternehmen bedienen sich.
Besonders gefragt sind Marketingspezialisten, Kommunikationsfachleute und Technikfreaks. Hier einige neue Jobs und Betätigungsfelder im Web 2.0:
WEB ANALYTICS/WEB COSTUMER PROFILING
ist zuständig für die technologiebasierte Zielgruppenanalyse von Unternehmenswebseiten.
Der INFOBROKER
sammelt und strukturiert Börseninformation im Netz.
Der WEB MARKETING MANAGER
erledigt das Internetmarketing in Zusammenarbeit mit dem Marketingchef des Unternehmens.
Der MARKETING MANAGER SOCIAL MEDIA
überwacht die mediale Umsetzung der Marketingstrategie.
Der COMMUNITY MANAGER
betreut virtuelle Plattformen und Netzwerke der Unternehmen.
Der SALES MANAGER
koordiniert Werbekampagnen im Internet.
Der WEBDESIGNER
entwirft Werbekonzepte für das Internet.
Der SUCHMASCHINENSPEZIALIST
optimiert die Effizienz der Suchmaschineneinträge.
Der PERSONAL DIGITAL VIP
kümmert sich um die Imagekampagnen für Firmen und Persönlichkeiten im Internet.
Video. Wissenswertes übers Web & Co.
Das Logo "I ♥ NY" gibt es schon seit 1977. Gestaltet hat es Milton Glaser im Auftrag von William S. Doyle für das New York State Department of Commerce im Rahmen einer Imagekampagne für die Stadt. Glaser hielt die Kampagne damals für eine Eintagsfliege und verlangte nicht einmal ein Honorar für das Logo. Heute kennt es jeder und nicht nur York City profitiert davon. Nach dem 11. September 2001 ist das Interesse noch einmal deutlich gestiegen. Glaser hat aus diesem Anlass eine neue Version entworfen mit der Aufschrift "I ♥ NY More Than Ever" und einem schwarzen Pünktchen im Herzen, das den Krater des World Trade Center andeutet.
Video. I ♥ NY - damals und heute
Slow Food ist eine internationale non-profit-Organisation, die 1986 in Italien entstanden ist. Essen und Trinken ist ein Genuss, und Genuss braucht Zeit. Die Kritiker der Fast-Food-Ketten und des hektisch verschlungenen Pausenbrotes befassen sich mit traditionellen Zubereitungsweisen und Ernährungsgewohnheiten aus aller Welt. Unter dem Label Slow Food entstehen Projekte, Publikationen, Veranstaltungen und Initiativen zum Thema Biodiversität oder zum weltweiten Recht auf Ernährungssouveränität, gegen Einheitsgeschmack, Monokultur und Gentechnik in der Landwirtschaft. Das Netzwerk bietet Informations- und Erfahrungsaustausch im Hinblick auf die Sensibilisierung der öffentlichen Wahrnehmung zum Thema Ernährung. Schließlich steckt hinter einer guten Mahlzeit jede Menge Arbeit auf dem Feld oder dem Schiff, im Weinberg und schließlich auch in der Schule und bei der Regierung.
Video. Eine Schulstunde mit Küchenchef Jamie Oliver, heute: Die Gemüsesorten.